In dem durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projekt Schools4Future werden das Wuppertal Institut und das Büro Ö-Quadrat aus Freiburg zunächst an 4 Pilotschulen zusammen mit engagierten Schüler*innen und Lehrer*innen CO2-Bilanzen und Klimaschutzkonzepte entwickeln und sie in einem weiteren Schritt auch in der Umsetzung begleiten. „Nach unserem Aufruf sich zu beteiligen, hatten sich binnen kurzer Zeit weit mehr interessierte Schulen gemeldet, als wir betreuen können. Es freut uns, dass so viel Interesse besteht, mit uns gemeinsam ein innovatives Klimaschutzkonzept an Schulen zu realisieren“, sagt Projektleiter Oliver Wagner vom Wuppertal Institut. Interessierte Schulen kamen aus dem gesamten Bundesgebiet, von Hamburg bis München. Das zeigt, dass an Schulen großes Interesse besteht, sich für den Klimaschutz zu engagieren.

Dr. Sebastian Albert-Seifried vom Büro Ö-Quadrat hat die Unterlagen aller interessierten Schulen detailliert ausgewertet und erläutert, warum die Realschule als Pilotprojekt ausgewählt wurde: „Die engagierte Lehrerschaft und Schulleitung sowie das soziale Engagement der Schule in Kirchzarten sind uns besonders positiv aufgefallen. Zudem lässt die Schule ein hohes Einsparpotenzial bei den CO2-Emissionen erwarten und verfügt – trotz der bereits vorhandenen Solaranlage – über weitere geeignete Photovoltaikflächen“, führt Albert-Seifried aus.

Bereits im Oktober wird die konkrete Arbeit mit den Schülerinnen und Schülern beginnen. Schulleiter Ulrich Denzel freut sich: „Auch in Corona-Zeiten dürfen wir das Thema Klimaschutz nicht vernachlässigen. Mit dem Projekt haben wir die einmalige Gelegenheit Klimaschutzwissen zu vermitteln und auch in der Praxis umzusetzen.“

Der Fachlehrer der Realschulklasse 8c wird die Projektarbeiten an der Schule begleiten: „Ich bin froh, dass die Forderungen nach mehr Klimaschutz nun in konkretes Handeln an unserer Schule münden.“

Nach Vorstellung des Projekts im Unterricht zeigten sich die Schüler begeistert: „Wir haben uns letztes Jahr im Unterricht mit großem Interesse dem Thema gewidmet und finden dies eine großartige Möglichkeit, selbst tätig zu werden. Daher freuen wir uns sehr, für das Projekt ausgewählt worden zu sein.“

In dem auf drei Jahre angelegten Projekt sollen nun in Kirchzarten Ideen und Maßnahmen entwickelt werden, die Schule zum klimaneutralen Lernort zu entwickeln. In einem ersten Schritt werden die Schüler*innen lernen, wie ein CO2-Fußabdruck der eigenen Schule ermittelt wird. Dabei werden sich viele Fragen stellen, denen in den kommenden Monaten nachgegangen wird: Wie kommen die Schüler*innen zur Schule? Mit dem Elterntaxi oder mit dem Fahrrad? Wohin finden Klassenfahrten statt und mit welchem Verkehrsmittel reisen die Klassen dort hin? Wie viel Energie wird gebraucht, um die Schule warm zu bekommen und welcher Energieträger wird dazu eingesetzt? Warum fahren die Lehrer*innen meist mit dem Auto zur Schule? Wie viel Strom verbraucht die Schule und wofür? Was bietet die Schulkantine an?

Die an dem Projekt teilnehmenden Schüler*innen können den CO2-Fußabdruck der eigenen Schule mit dem anderer vergleichen und so herausfinden, in welchen Bereichen sie sich verbessern können. Die aktiven Schüler*innen werden vernetzt und mithilfe eines besonderen Konzepts angeleitet, dass sie sehr viel voneinander lernen können. Zudem werden die Schüler*innen darin geschult, wie sie anderen Schüler*innen in ihrer Nachbarschaft beibringen können, auch an deren Schulen ein Klimaschutzkonzept zu erstellen.


Realschule am Giersberg in Kirchzarten

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